Strategien, damit der Azubi später auch bleibt

Strategien, damit der Azubi später auch bleibt

Strategien, damit der Azubi später auch bleibt

Ausbildung ist teuer. Durchschnittlich kostet jeder Azubi seinen Ausbildungsbetrieb jährlich etwa 18.000 Euro. Zugleich erwirtschaftet jeder Lehrling im Schnitt rund 12.500 Euro. Nach dreijähriger Ausbildung hat der Betrieb also mehr als 15.000 Euro aufgewendet, um einen Gesellen oder eine Fachkraft hervorzubringen. Ein guter und vor allem auch ökonomisch sinnvoller Grund, diesen eingearbeiteten Nachwuchs längerfristig zu sichern. Doch wie kann das am besten gelingen, damit der Azubi auch tatsächlich später bleibt?

Dazu muss man sich mit den Regeln einer Übernahme vertraut machen, mit den Konsequenzen ebenso wie mit den vertraglichen Möglichkeiten. Einzelheiten hierzu finden sich im Berufsbildungsgesetz bzw. in der Handwerksordnung. So regelt § 21 BBiG beispielsweise, dass mit bestandener Prüfung die Ausbildungszeit automatisch endet. Verbleibt der Azubi hiernach im Betrieb, ohne dass darüber eine gesonderte Vereinbarung getroffen wurde, dann entsteht automatisch ein unbefristetes Arbeitsverhältnis mit allen Rechten und Pflichten (§ 24 BBiG). Als Betrieb einfach zu schweigen und untätig auf diese Variante zu hoffen, das ist weder konstruktiv noch vertrauenserweckend. Besser also, die Übernahme mit dem Azubi im Vorfeld sorgsam besprechen.

Dabei ist allerdings auch zu beachten, dass bei einem Vertragsabschluss mit dem bisherigen Azubi die Wartezeiten als erfüllt gelten. Das heißt, dass sofortiger Kündigungsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz besteht, soweit der Betrieb mindestens 10 Beschäftigte hat. Weiterhin bleibt dem bisherigen Azubi die bereits erworbene Fortzahlung im Krankheitsfall erhalten. Auch ein etwaig verbliebener Restanspruch an Urlaubstagen wird nahtlos mit in das Beschäftigungsverhältnis übernommen. Eine Abgeltung scheidet hier grundsätzlich aus.

Ausbildungs- und Beschäftigungsverhältnis sind nicht unbedingt deckungsgleich …

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