In jeder Absage steckt auch eine neue Chance

In jeder Absage steckt auch eine neue Chance

Eine Bewerbung ist eine ernsthafte Sache. In der Regel ist der gesamte Prozess mit Aufwand und Emotionen verbunden. Die Erwartungshaltung wächst nach Einreichung der Unterlagen und erreicht einen Höhepunkt, sobald die Einladung zum persönlichen Gespräch eintrifft. Die Mühen beim Verfassen von Anschreiben und Lebenslauf scheinen sich dann gelohnt zu haben. Das Ziel der Bewerbung, der angestrebte Job, rückt in greifbare Nähe. Je weiter man im Verfahren der Auswahl vorangekommen ist, desto größer wird die innere Anspannung. Teilweise identifiziert man sich schon mit den zukünftigen Aufgaben und schmiedet erste vorsichtige Pläne für die berufliche und persönliche Zukunft. Eine Absage kommt gedanklich kaum vor.

Doch hier ist immer ein gewisses Maß an Nüchternheit geboten. Erst die Zusage oder die damit einhergehende Unterschrift machen den Traum zur Wirklichkeit. Flattert unvermittelt mit der Post eine Absage ins Haus, was auch per E-Mail, per Telefon oder im schlechtesten Fall durch absolute Funkstille geschehen kann, scheinen alle Anstrengungen umsonst gewesen zu sein. Der (fast) sicher geglaubte Job ist anderweitig vergeben und gähnende Leere macht sich unvermittelt breit. Alles bleibt beim Alten. Manche neigen gar dazu, sich die Absage schön zu reden. Sie geben dem Unternehmen die Schuld und wittern Verschwörung.

Dabei ist eine Absage etwas völlig Normales.

Nicht jeder Bewerber kann zum Zuge kommen. Doch es gibt immer wieder neue Chancen, mit Sicherheit auch beim zuletzt vergeblich umworbenen Unternehmen.

Vor allem steht die Analyse der Gründe an, die zur Absage geführt haben. Diese zu erfahren, das ist so einfach nicht. Vor dem Hintergrund möglicher Diskriminierungsklagen, verzichten Unternehmen in wachsendem Maße auf eine ehrliche Begründung für die Absage. Oft sind es nur noch Standardschreiben, die jegliche Aussage vermeiden. Dennoch sollte man sich die Mühe machen, die Gründe der Absage zu erfragen. Oft gelingt es mit einer Kontaktaufnahme zum Gesprächspartner aus dem Vorstellungsgespräch, indem man um nützliche Tipps und Verbesserungsanregungen für die Zukunft bittet. Viele Unternehmen werden auf vernünftige Nachfragen auch seriös reagieren.

Engagierte Bewerber sind für jedes Unternehmen ein kostbares „Gut“. Zukünftiger Bedarf an Personal kann viel kosten- und zeitsparender sichergestellt werden, wenn man eine Möglichkeit schafft, bereits bekannte Bewerber regelmäßig wieder umwerben zu dürfen. Deshalb wird man von Unternehmensseite meist dankbar sein, wenn sich vorerst abgelehnte Bewerber für spätere Ausschreibungen vormerken lassen. Ein deutlicher Hinweis von Bewerberseite, auch schon im Bewerbungsprozess, kann dafür sehr hilfreich sein. Hiernach sind Unternehmen viel offener in der Darlegung ihrer Ablehnungsgründe.

Damit lässt sich dann sehr gut arbeiten, um für das nächste Mal bessere Karten zu haben. Doch auch die Selbstkritik muss relativ schnell die Oberhand gewinnen, damit eventuelle Fehler, Nachlässigkeiten, Versäumnisse oder Unklarheiten in den Unterlagen behoben und beseitigt werden. Es gibt schließlich immer Verbesserungsbedarf und den muss man analysieren. Wer hierbei im sprichwörtlichen Regen steht, der sollte sich unbedingt helfen lassen. Der Zeitaufwand lohnt sich allemal. Wer möchte schon ständig Absagen erhalten. Im Übrigen gilt auch hier das in der Wirtschaft praktizierte Vier-Augen-Prinzip: Was der eine übersieht, das fällt dem anderen auf.

Es wird kritisch im Job? Unser Ratgeber ist der Helfer für schwierige Zeiten.

Bildquelle: Dieter_G- bit.ly/2G7a2fn